Die Jugend im Verein

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In früheren Jahren hat es in der Vereinsarbeit des SV Langwedel immer genügend Interessenten für eine vollständige Jugendmannschaft gegeben. Dies ist aufgrund der Ortsgröße besonders hoch einzuschätzen. Zunächst bestanden die Jugendmannschaften aus Jungen unterschiedlichen Alters. In späteren Jahren musste man, um am regulären Spielbetrieb teilnehmen zu können, jedoch die Jugendlichen in Altersstufen einteilen (A,B,C,D,E,F und vereinzelt G-Jugend als Sparte für die Kleinsten). Diese Staffelung bedeutete für viele kleinere Vereine die Gründung von Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen zusammen.

Die Jugendspielgemeinschaft
Auch der SV Langwedel verbündete sich aufgrund der geringen Spielerdichte mit dem HSV Hankensbüttel und dem TV Emmen zur Jugendspielgemeinschaft Hankensbüttel/Emmen. Spielort der JSG ist i.A. Hankensbüttel bzw. Emmen. In den Jahrgängen, in denen der SV Langwedel viele aktive Jugendspieler stellen konnte, bestanden in der JSG keinerlei Probleme auch Jugendspiele in Langwedel auszutragen. Durch die geburtenschwachen Jahrgänge (und den damit verbundenen geringen Anteil von ‚Langwedelern' in der JSG) fanden bald keine Jugendspiele mehr in Langwedel statt. Den Jugendlichen in Langwedel fehlte so der direkte Anreiz zum Fußballsport. Zudem waren die ‚Langwedeler' in den einzelnen Mannschaften der JSG durch die Altersunterschiede verteilt. Dies hatte zur Folge, dass zum Besuch des Trainings (meist in Hankensbüttel) keine Fahrgemeinschaften der Eltern gebildet werden konnten. Ebenso ist das Freizeitangebot für die Jugendlichen sehr viel größer geworden, so dass Fußball nicht unbedingt die Nummer 1 der Freizeitbeschäftigung ist. Diesem Problem müssen sich allerdings auch größere Vereine stellen. Alle diese oben genannten Probleme führten im Laufe der Jahre dazu, dass der Anteil der Jugendspieler aus Langwedel in der JSG immer weiter zurückging.

Ansätze zur Problemlösung

Im Jahre 2003 betrug die Anzahl der Jugendspieler aus Langwedel lediglich drei in der JSG, obwohl in Langwedel und Umgebung eigentlich genügend Kinder und Jugendliche vorhanden sind bzw. waren. Der Vorstand stellte sich 2003 intensiv diesem Problem. Befragungen von Eltern ergaben, dass die Hauptprobleme für die Kinder in der JSG die Fahrten nach Hankensbüttel und die geringe Beachtung der Langwedeler Kinder in der JSG waren bzw. sind. Zur Lösung der Probleme wurden folgende Ziele festgelegt:
  • Dem Problem der Fahrten soll durch Zusammenlegung von Altersstufen und zukünftigem Training in Langwedel (bzw. im Winter in der Turnhalle der ehemaligen Kaserne Dedelstorf) begegnet werden.
  • Die geringe Anzahl von Kindern eines Jahrgangs soll durch Ausweitung der Jahrgangsgruppen beseitigt werden. Alle 8-12-jährigen werden in einer Gruppe zusammengefasst, die 12-18-jährigen bilden eine zweite Gruppe.
  • Die Gefahr der Nichtbeachtung von Kindern gibt es bei uns nicht, da der Wettbewerb als zweitrangig betrachtet wird. Durch das Training werden das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder sowie die Begeisterung für Sport geweckt.

Gründung des Jugendtreffs

Mit diesen Zielsetzungen wurden zu Pfingsten 2003 viele Jugendliche und Kinder der umliegenden Ortschaften direkt angesprochen, zu Spiel und Sport im Rahmen des Pfingstmontags zum Sportplatz nach Langwedel zu kommen. Die Resonanz war für alle Beteiligten überwältigend. Mit Hilfe der so begeisterten Kinder aus der Umgebung wurde der Jugendtreff gegründet. Er bestand aus ca. 25 Kindern, die maximal 13 Jahre alt waren. Ein Binden der älteren Jugendlichen in den Verein ist im Rahmen des Pfingstprogrammes 2003 leider nicht voll geglückt. Und doch, der Jugendtreff hat sich einmal wöchentlich zu einer festen Einrichtung entwickelt. Während des Jugendtreffs wird nicht nur Fußball gespielt, auch andere Spiele stehen auf der Tagesordnung. Ziel ist das Heranführen der Kinder an den Sport und an die Bildung von Gemeinschaftssinn. Es steht nicht die Bildung einer Fußballmannschaft zur Ergänzung der JSG im Vordergrund. Sollte dies allerdings aus dem Jugendtreff hervorgehen, so sind wir diesem Ereignis natürlich nicht abgeneigt. Wie wichtig Sport und Gemeinschaftssinn für die Kinder sind, soll hier nicht noch einmal erläutert werden, nur soviel: Wir freuen uns über jedes weitere aktive Kind!!!