Geschichte

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Kurze Historie des Vereins

Im Jahre 1928 konnte im Langwedeler Schulbusch des öfteren eine Schar von mutigen Jungen beobachtet werden, die zum Ärger der Älteren gemäß einer Unsitte, die aus England nach Deutschland überschwappte, hinter einem Ball herjagten. Das Spiel fand vornehmlich auf in unserer Gegend üblichen Heideuntergrund statt, der jedoch bald weggetrampelt war und staubigen Sand zum Vorschein brachte.

Zur Verbesserung der Spielbedingungen wurde die Gründung eines Vereins erforderlich, der dann auch im Jahre 1930 von Willi Peesel ins Leben gerufen wurde. Ein Foto existiert leider nur von der Mannschaft des Jahres 1931.

 

Von links oben nach rechts unten:


Alfred Rodewald, Wilhelm Bock, unbekannt, Werner Wellmann, Hermann Bock, Rudolf Bock, Willi Peesel, Georg Monses, Willi Brandes, Willi Maul, unbekannt

Gegner wurden aus der näheren Umgebung gewählt (Wittingen, Knesebeck, Sprakensehl, Ummern, Steinhorst, Helmerkamp, Hankensbüttel, Wahrenholz, und Gr. Oesingen). Die örtliche Nähe war auch zwingend erforderlich, da Auswärtsspiele nur zu Fuß bzw. per Fahrrad zu erreichen waren. Die anfänglich skeptischen Betrachter der Ballspiele wurden bald selbst zu aktiven und passiven Mitgliedern des Vereins, so dass auch die ersten Fans geboren waren.

Durch den 2. Weltkrieg wurde das aktive Vereinsleben stark gestört. Nach Ende des 2. Weltkrieges waren es vor allem Jugendliche, die wieder anfingen, Fußball zu spielen. Allerdings waren die Bedingungen direkt nach dem Krieg in Bezug auf Ausstattung sehr dürftig. Trotzdem konnten nach 1946 zwei Fußballmannschaften und sogar eine Damen-Handballmannschaft ins Leben gerufen werden.

 

Von links oben nach rechts unten:

Erika Meyer, Irmgard Köllner, Inge Behn, Gertrud Köllner, Ilsa Köllner, Ursula Meyer, Sieglinde Lilje, Elfriede Stark, Janette Ullrich, Waltraut Korte

In den Sportverein wurde auch die Theatergruppe LI-LA-TG (Lingwedeler und Langwedeler Theatergruppe) integriert. In der Folgezeit konnte aus den Einnahmen der LI-LA-TG bei Auftritten der Verein bzw. dessen Einrichtungen finanziert werden.

1947 konnte auch das einzig bekannte internationale Spiel einer Langwedeler Mannschaft durchgeführt werden. Am 02.08.47 wurde gegen eine englische Auswahlmannschaft des Fliegerhorstes im Nachbarort Dedelstorf mit 4:1 verloren.

Ab dem Jahre 1949 erfolgte die Beförderung der Mannschaft zu Auswärtsspielen per Trecker mit Anhänger bzw. per Lastkraftwagen. Dieses hatte den Vorteil, dass der zu Hause gebliebene Fan das Spielresultat meistens am Verhalten der Mannschaft auf der Ladefläche direkt erkennen konnte. Ab 1949 wurde auch die erste Jugendabteilung des Vereins im Bereich Fußball gegründet, die ab Herbst 1951 am regulären Spielbetrieb teilnahm.

1953 wurde dann mit dem Bau des Sportplatzes an heutiger Stelle begonnen, welcher 1954 fertiggestellt und eingeweiht wurde. Im Jahre 1968 wurde mit dem Bau eines Sportheims an heutiger Stelle begonnen. 1970 konnte dieser Bau zum 40-jährigen Bestehen des Vereins dann eingeweiht werden.

Ansicht des Sportheimes von der berühmten Süderhöhung (auch Südkurve genannt)

Im selben Jahr wurde auch festgelegt, dass das Wintertraining in der Sporthalle der Kaserne Dedelstorf kostenlos druchgeführt werden kann, was auch noch heute - nach Auflösung des Standortes - Bestand hat. Im Jahre 1974 erhielt das Spielfeld "Stadion Stille Heide" durch eine umfangreiche Sanierung seine heutige Gestalt.

Seinen 50. Geburtstag konnte der SV Langwedel im Jahre 1980 feiern. Unter der Führung des 1. Vorsitzenden Lothar Zergiebel plante 1990 der damalige Vorstand eine Erweiterung des Sportheims, welche dann im folgenden Jahr mit großzügiger Unterstützung durch die Gemeinde Dedelstorf, des Landkreises Gifhorn, des Landessportbundes Niedersachsen und -last but not least- mit enormen Eigenleistungen fertig gestellt wurde. Dabei entstanden zwei geräumige Umkkleidekabinen, neue Sanitäreinrichtungen und ein Schiedsrichterraum. Die bestehenden Rämlichkeiten wurden in einen Veranstaltungsraum und eine Küche umgebaut.Im Jahr 2000 schließlich wurde eine neue Flutlichtanlage installiert.

Sportlich feierte der Verein 1990 mit dem Staffelmeistertitel der 2. Kreisklasse Staffel 1 und dem Aufstieg in die 1. Kreisklasse einen seiner grössten Erfolge, dem jedoch in den beiden darauffolgenden Jahren der Abstieg in die 3. Kreisklasse folgte. Im Jahre 1997 konnte hier der Staffelsieg und damit der Aufstieg in die 2. Kreisklasse erreicht werden. Seit dem Aufstieg konnte sich der Verein stets im oberen Drittel der Tabelle plazieren.

Heute hat der Verein insgesamt 160 aktive Mitglieder.Am Fußballspeilbetrieb wird durch 2 Herrenmannschaften in der 1. und 3. Kreisklasse teilgenommen. Am Aufbau einer neuen Jugendmannschaft und einer 'Alten Herren' wird jedoch fieberhaft gearbeitet. Neben der Fussballabteilung besteht der Verein noch aus der Gymnastiktanzgruppe unter der Leitung von Helga Herberger und Dieter Otto Herberger. Die Damen und Herren treffen sich einmal wöchentlich zur Probe.